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Porsche Cayenne S wurde für Transsyberia-Rally überarbeitet
Nach dem dreifachen Sieg beim Debüt im vergangenen Jahr vom 11. bis 25. Juli wird Porsche wieder bei der Transsyberia-Rallye S Transsyberia teilnehmen. Für die diesjährige Rally wurde der Porsche Cayenne S Transsyberia überarbeitet. Das Modell hat ein modifiziertes Fahrwerk und noch mehr Geländegängigkeit.
Zu den Anpassungen gehören unter anderem ein neu geformter und verstärkter Unterfahrschutz. Die Front- und Heckpartie wurden zugunsten eines vergrößerten Böschungswinkels geändert. Die grobstollige Offroad-Reifen von BFGoodrich (265/65 R18 R) erhöhen die Bodenfreiheit um weitere 30 Millimeter. Die im Vergleich zum Vorjahr höheren und verstärkten Flanken bieten einen bessern Schutz vor Reifenschäden. Das Luftfederfahrwerk wurde auf Basis der Erfahrungswerte letzten Jahres neu abgestimmt. Die Standardstoßdämpfer wurden gegen spezielle Rallyedämpfer ausgetauscht. Dadurch wird der Wagen gerade auf schnellen Pisten mit vielen Bodenwellen deutlich ruhiger liegen. Auch das Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC), das durch zwei aktive Stabilisatoren die Seitenneigung in Kurven nahezu vollständig ausgleicht, wurde speziell auf die Anforderungen von solchen Rallys angepasst. Die Kundenteams aus der gesamten Welt können das Umbau-Kit beziehen.
Porsche geht erneut der ehemalige Rallye-Europameister Armin Schwarz (44) an den Start. Als Navigator steht Schwarz der zweifachen Dakar-Sieger Andy Schulz (53) zur Verfügung. Das zweite Werks-Fahrzeug von Porsche wird vom Spanier Carles Celma gesteuert. Der 37-jährige war bereits 2007 bei der Langstrecken-Rallye von Moskau bis in die mongolische Hauptstadt Ulan Bator für Porsche am Start. Sein Co-Pilot ist der 59-jährige Wolf-Hendrik Unger.
Der S Transsyberia wird vom serienmäßigen 4,8-Liter-V8-Motor mit 283 kW (385 PS) angetrieben. Für optimales Spurtvermögen wurde das Sechsgang-Automatikgetriebe des Cayenne S mit der verkürzten Achsübersetzung des Cayenne GTS kombiniert. Die Karosserie sowie die Türen wurden bis zur Höhe der Seitenfenster gegen Wassereinbruch abgedichtet. Die maximale Wattiefe bei Wasserdurchfahrten beträgt ungefähr 78 Zentimeter im Sondergeländeniveau der Luftfederung. Die Luftzufuhr für den Motor erfolgt oberhalb der Motorhaube. Mit einem extra Schnorchel kann die Luftzufuhr auch auf Dachhöhe gelegt werden, damit auch die bei Wasserdurchfahrten entstehenden Bugwellen nicht in den Ansaugtrakt gelangt. Statt der serienmäßigen Fußfeststellbremse ist eine Handbremse eingebaut worden, dadurch kann der Wagen bei engen Kurven zum Übersteuern gebracht werden. (ar/jri)
Submitted by D. Ahrens on Do, 10/04/2008 - 09:42